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Rassismus bei 90°C

Ich bin Saunafan durch und durch und gäbe noch keine Saunen, so erfände ich sie. Schwitzen, rumhängen, repeat: Ich könnte das täglich tun, ohne dass mir langweilig wird. Dafür braucht es auch keine Aufgüsse wie einen namens “Fight Night”, dem ich einst beiwohnte und in dem sich zwei Bademeister mit Boxhandschuhen zu “Eye of the Tiger” einen Showkampf lieferten. Was jedoch am gestrigen Sonntag in meiner Stammsauna im Festland-Bad geschah, gab dem Begriff “Erlebnisaufguss” eine ganz neue Bedeutung – leider der unschönen Art.

Erster Aufguss: Grapefruit-Limette

Zwanzig-Uhr-Aufguss. Ich schwitze fröhlich vor mich hin, als plötzlich jemand laut ruft: “WAS STEHT DA AUF DEM SCHILD!?!?”. Ich blicke zur Tür. Ein junger Schwarzer hat offenbar das Schild “Aufguss – nicht eintreten” an der Tür ignoriert (oder nicht lesen können), sucht etwas unsicher nach einem freien Platz und hätte auch problemlos einen gefunden. Wie ich ebenfalls sehe, weil dieser nun aufspringt, ist der Rufende einer der Festland-Bademeister (ich sage ab jetzt “Bademeister”, auch wenn das vermutlich nicht die korrekte Berufsbezeichnung ist). Ein bulliger Kasache im Türsteher-Format, den ich – wie eigentlich alle Mitarbeiter des Festlands – vom Sehen her kenne. Ohne weitere Vorwarnung dreht er dem Zuspätkommer den Arm hinter den Rücken und schiebt ihn rüde nach draussen. Ein anderer Gast erzählt mir später, dass er ihn dort wohl – was ich von meiner Position aus nicht sehen kann – weiter verbal und körperlich angeht.

Nach einiger Zeit, kehrt der Bademeister allein zurück in die Sauna. Die beiden, die den Aufguss machen, fahren fort, als sei nichts gewesen – auch, als einige Saunende sich über die Szene beschweren. Ich sortiere meine Gedanken und rücke mir schon mal die ersten Formulierungen für einen bissigen Beschwerdebrief ans Bäderland zurecht. Was ich trotz Naheliegendheit zunächst ignoriere, ist die Vermutung, dass Rassismus hier eine Rolle gespielt hat: Skeptiker, der ich bin, weiss ich zu gut, wie sehr der Zufall bei Einzelbeobachtungen täuschen kann. Eher vermute – oder sogar hoffe ich, dass die Situation eine Vorgeschichte hat und dadurch zumindest verständlicher wird. Daher stehe ich ebenfalls auf, als der Bademeister die Sauna vor Ende des Aufgusses als Erster verlässt und gehe ihm hinterher.

Ich kann ihm kaum folgen, so eilig hat er es. Ich sehe ihn gerade noch hinter der Wand mit den Klamottenfächern verschwinden und dann, wie er mit seiner Tasche, die er wohl hastig zusammengepackt hatte, die Umkleiden betritt. Ich gehe hinterher und finde ihn in der Dusche. “Du bist hier Bademeister, oder?” frage ich ihn. “Ich… bin einfach so hier”, entgegnet er etwas perplex. Was ich da gerade gesehen habe, will ich wissen. Er wirkt sichtlich angefasst. “Die Saunaregeln… Aufguss… Schild” stammelt er. “Ja, und?” sage ich. “Es kommt ständig vor, dass Leute beim Aufguss reinkommen und die kriegen schlimmstenfalls nen Blöden Spruch und ein Augenzwinkern. Also was bitteschön rechtfertigt es, jemanden ohne Vorwarnung mit körperlicher Gewalt aus der Sauna zu werfen?” Er stammelt weiter Unverständliches und auf einmal kann er doch klar reden: “Deutschland… das hier ist Deutschland, nicht Sudan oder Afrika. Hier gelten Regeln…”. Ich drehe ihm den Rücken zu. “Alles klar”, sagte ich laut und gehe weg. “Das war definitiv nicht das, was ich hören wollte, aber dann war es wohl wirklich Rassismus”.

In einer merkwürdigen Mischung aus innerer Aufgewühltheit und saunabedingter Entspannung schlendere ich ein wenig hin und her und bin gerade dabei, der Entspannung wieder Vorrang zu geben, als der Bademeister – nun angezogen – mit Stift und Zettel in der Hand und wütendem Blick direkt an mir vorbeisaust, wieder zurücksaust, noch mal vorbeisaust und mich schliesslich erkennt. Er kommt auf mich zu. Meinen Namen wolle er haben, ich solle ihn aufschreiben. “Wozu?” frage ich. Andere Saunagäste kommen dazu und beginnen, mit ihm zu diskutieren. Sie wollen von ihm wissen, was auch ich ihn gefragt hatte: Was die Aktion eben sollte.

Der angeblich reguläre Saunagast, steht da nun in Kleidung (was die Saunaordnung verbietet), offenbar angetrunken (was die Saunaordnung verbietet) und ohne das rote Eintrittsbändchen um den Arm (das für Normalbürger den Eintritt den Geltungsbereich der Saunaordnung erst ermöglicht). Und er rechtfertigt weiterhin und lautstark (was ebenfalls die Saunaordnung verbietet) einen tätlichen Übergriff mit… der Saunaordnung. Als er merkt, dass das nicht gut ankommt, wendet er sich wieder mir zu und wird noch lauter. “Ich will jetzt deinen Namen, du kommst mit und gibst ihn mir”. Ich frage wieder: “Wozu?”. Er packt mich am Handgelenk und versucht, mich wegzuziehen. Für mich erfreulich: er bekommt lautstarken Protest der Umstehenden und lässt mich wieder los. Tatsächlich sind fast alle der Gäste auf meiner Seite, was im weiteren Verlauf auch so bleibt. Lediglich einer ätzt irgendwann in meine Richtung, man könne es “mit dem Gutmenschentum auch übertreiben” und bestätigt, als noch einmal der Satz “Das hier ist Deutschland…” zur Sprache kommt: “stimmt doch”.

Schliesslich kommen zwei weitere Mitarbeiter in Bäderland-Hemden dazu. Einer führt den inzwischen extrem aufgebrachten Bademeister weg, der andere – der diensthabende Schichtleiter, wie sich herausstellt – beginnt, mit den herumstehenden Gästen zu reden. Ich höre zu und merke, dass ausser mir niemand weiss, dass es sich bei dem Agressor um einen Mitarbeiter des Festlands und nicht nur um einen regulären Gast handelt. Ich werfe ein: “Der ist doch hier Mitarbeiter. Ich kenne ihn vom Sehen”. “Der ist ganz normaler Gast hier”, meint der Schichtleiter. So geht es ein wenig hin und her und erst, als noch jemand einwendet, dass er ihn hier als Mitarbeiter kennt, gibt der Schichtleiter seine verlorene Position auf und wechselt schnell das Thema.

Zweiter Aufguss: Fichtennadel

Als die Szene sich langsam auflöst, komme ich etwas abseits mit einem anderen Saunagast ins Gespräch. Wir unterhalten uns sehr nett und er findet, womit er total recht hat, dass das Festland mal über englischsprachige Beschilderung nachdenken sollte. “Schon aus Höflichkeit” meint er – und während wir uns vorstellen und uns die Hand geben, fällt mir belustigt auf, dass wir beide splitternackt sind. Ausserdem kolportiert er eine zwar radikale, aber nicht ganz unpassende Theorie seiner schwedischen Ex-Freundin über die Deutschen: Die seien fanatische Regelwerker, wollten immer allen ihre Gesetze aufzwängen und seien in dieser Eigenschaft irgendwie latent faschistoid. Schliesslich beschliessen wir, dass dieser Tag noch einen letzten Aufguss verdient hat und gehen zusammen Fichtennadel schnuppern.

Als ich mich nach dem Aufguss draussen abkühle, saust auf einmal wieder der Schichtleiter an mir vorbei mit einem Telefon am Ohr. Irgendetwas sagt mir, dass er mich sucht und noch bevor ich mich fragen kann, ob mein Manufactum-Bademantel aus Waffelpique nicht nur saugemütlich ist, sondern vielleicht auch Stealth-Eigenschaften hat, kommt er zurück und erkennt mich. Ich spreche ihn an und sage ihm geradeheraus, dass ich sein Verhalten unangemessen fand. Zum einen, weil seine “Lösung” der Angelegenheit lediglich war, den Vorfall “auf der nächsten Teamsitzung auf jeden Fall zur Sprache” zu bringen. Und zum anderen wegen seines Versuchs, abzustreiten, dass der aggressive Bademeister Mitarbeiter des Festlands sei. Offenbar habe ich damit einen wunden Punkt getroffen. “Habe ich jemals ‘Nein’ gesagt auf die Frage, ob er hier arbeite?” fragt er. “Ja”, sage ich. “NEIN, das habe ich nicht!” – ich gebe etwas verwirrt auf und später fällt mir ein, woran mich diese Art der Verteidigung erinnert (ich fürchte, man muss den Film dafür gesehen haben):

Und dann passiert auf einmal etwas unerwartetes: “Ich muss Ihnen auch noch was sagen, wo wir hier schon so offen sprechen”, meint er. Und er eröffnet mir – schon fast feierlich – dass der “der Gast” Anzeige gegen mich erstatten werde, weil ich ihm Rassismus vorgeworfen hätte. Ich solle mich bereit halten, unten am Ausgang warte die Polizei.

Während ich mich umziehe, kann ich mich nicht erinnern, ob Kurt Felix noch lebt (tut er nicht). Ich gehe die Treppe runter und im Eingangsbereich stehen tatsächlich zwei Polizistinnen – vom Bademeister ist nichts zu sehen. Ich sage Hallo, die beiden sind ganz nett. Ob ich erklären soll, was vorgefallen ist, frage ich. “Ja, bitte!” – ich lege los. Als ich fast fertig bin, kommt der Bademeister hereingestürmt. Die Polizistinnen drängen ihn zur Seite und haben Schwierigkeiten, ihn zu beruhigen. Ob er getrunken habe, fragen sie ihn. “JA KLAR”, lallt er. “DER DA” – er zeigt auf mich – “DER ist Schuld an allem”. Die Polizistinnen fragen ihn, was denn nun genau das Problem sei. “DER DA ist Schuld – ich will Anzeige machen!!”.

Ein weiterer bulliger Typ, offenbar ein Kumpel vom Bademeister, kommt herein, stellt sich etwas abseits mit verschränkten Armen hin und guckt mich grimmig an. Über die Schulter der Polizistin hinweg, die noch vor ihm steht, zeigt der Bademeister wieder auf mich: “Ich kenne dich!!” ruft er “du bist immer Montags und Mittwochs hier wegen Triathlon”. Ob das jetzt als Drohung zu verstehen war, frage ich die Polizistin, die neben mir steht. Sie zuckt mit den Schultern. Die andere Polizistin will nun vom Bademeister wissen, warum er Anzeige erstatten will, aber bekommt nichts brauchbares aus ihm heraus. Schliesslich hilft der Schichtleiter: “Wegen Rassismus. Er hat dir doch Rassismus vorgeworfen”. “RASSIIIISMUS, das ist es!” freut sich der Bademeister. “Ich mache Anzeige, wegen Rassismus”. “Und Sie haben sich dadurch beleidigt gefühlt”? fragt die Polizistin – “genau!”. Die Polizistin erklärt ihm, dass es sich bei Beleidigung um ein Antragsdelikt handelt und dass er nun hier unterschreiben muss, wenn er die Anzeige wirklich aufgeben will. Ich frage die andere Polizistin, ob ich nun gleich “Spass” mit den beiden Typen haben werde, was diese sofort versteht und mit Nachdruck verneint. “Wir begleiten Sie raus”, sagt sie zu meiner aufrichtigen Beruhigung und das tun die beiden dann auch. Während ich mein Rad aufschliesse, deuten sie mir die geschätzten Erfolgsaussichten der Anzeige an (die geneigte Leserin mag Eins und Eins zusammensubtrahieren) und ich radle hintenrum davon.

Fertig geschwitzt

Ich weiss inzwischen nicht mehr wirklich, was ich an der Geschichte am schlimmsten finde. Ob es sich tatsächlich um einen rassistischen Übergriff gehandelt hat, muss der Interpretation überlassen bleiben – die Möglichkeit steht aber leider im Raum. Die Anzeige gegen mich erzeugt bei mir ungefähr das hier:

Und auch wenn das komisch klingt: der Bademeister selbst erscheint mir inzwischen fast schon als tragische Figur. Jemand, der vor versammeltem Publikum seine Aggressionen nicht kontrollieren kann und sich dann mit deutschen Regeln rechtfertigt, jedoch vergisst, dass über der Festland-Saunaordnung immer noch das Strafgesetzbuch steht – und der, als diese “Verteidigung” nicht zieht, zur Flasche greift und wirre Strafanzeigen stellt: So jemand hat grössere Probleme, als nur eventuellen Rassismus im Kopf.

Schlimmer finde ich die offensive Gleichgültigkeit, mit der die restlichen Festland-Mitarbeiter die Angelegenheit erst zu überspielen und dann aus der Welt zu schaffen versuchten. Angefangen mit den beiden am Aufguss, die den Vorfall unbekümmert hinnahmen und, als unter den Gästen Beschwerden laut wurden, an das Gebot der Ruhe mahnten. Oder die anderen Mitarbeiter, die erstaunlich schnell und unisono das Narrativ parat hatten, das ständige nachträgliche Eintreten von Leuten beim Aufguss hätte ja dazu führen müssen, dass mal einem von ihnen der Kragen platzt.

Am schlimmsten aber sind die erbärmlichen und hilflosen Versuche des Schichtleiters, die Sitation auszutreten wie einen Zigarettenstummel, der einfach nicht aufhört, zu glimmen. Zunächst, indem er vor mehreren versammelten Personen die Zugehörigkeit des Bademeisters zum Bäderland unter den Tisch zu kehren versuchte. Dann, indem er in einem Anflug von Aktionismus den Herausgeworfenen zu finden versuchte, um “dessen Version” der Geschichte zu erfahren – was zu dem Zeitpunkt praktisch egal war. “Ich höre mir in sochen Fällen immer beide Seiten der Geschichte an” lockt wirklich nur die Einfachsten auf die Fährte des vermeintlichen Common Sense und ist angesichts eines Bademeisters (ob im Dienst oder nicht), der gerade vor 30-40 nackten Zeugen einseitig gewalttätig geworden ist, bestenfalls hilflos und naiv. Am schwersten aber wiegt das völlige Ausbleiben eines Versuchs, den offen im Raum stehenden Rassismusverdacht gegen einen seiner Mitarbeiter zumindest allgemein zu entkräften. Es hätte nicht viel gebraucht, zu sagen: “Wir wissen noch nicht, was genau passiert ist, aber klar ist, dass wir Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt in unserem Bad nicht dulden!”. Nichts dergleichen ist passiert.

All das ist zusammengenommen sehr, sehr schwach und kein gutes Zeichen für ein Bad, in dem ich mich wohlfühlen will. Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie die Geschichte aus der Sicht des Betroffenen ausgesehen haben könnte: Er traut sich zum ersten Mal in die Sauna. Er will, was alle dort wollen – ich zumindest: ein paar Stunden Entspannung, Ruhe, Wochenendausklang. Er kennt die Gepflogenheiten des im Detail nicht leicht zu durchblickenden Ökosystems Sauna nicht und kann vielleicht auch einfach das Schild nicht lesen. Also geht er dort hin, wo alle gerade sind. Und wird, anstatt mit Duftöl-Dampf bewedelt zu werden, angeschrien und im Polizeigriff abgeführt. Für eine so ähnliche Version spricht sogar einiges. Einmal, dass mir ein anderer Bäderland-Mitarbeiter hinterher bestätigt: Nein, es gab keine Vorgeschichte zu dem Vorfall, der Rausgeworfene war nicht bekannt. Dann, dass dieser offenbar vorher noch nicht im Saunabereich gewesen war (niemand konnte sich erinnern, ihn vor dem Vorfall gesehen zu haben). Und auch, dass er wohl unmittelbar danach gegangen ist und im gesamten Bad nicht mehr auffindbar war.

Wie gesagt ist dieser Version der Geschichte nur konstruiert. Schlimm genug ist aber, dass sie richtig sein könnte. Allein hierfür schäme ich mich und sollte sich auch das Bäderland schämen. Und ja, verdammt, es stimmt: Das hier ist Deutschland, nicht Afrika. Das hier ist Hamburg, St. Pauli [Nachtrag: Technisch ist es Altona]. Und Rassismus und Ausgrenzung sind nicht nur hier zum kotzen, sondern überall.

Nachtrag

Ich habe am Tag nach dem Vorfall noch einmal mit dem Schichtleiter telefoniert und habe deutlich gemacht, dass ich eine Geste des guten Willens und ein allgemeines Signal gegen Fremdenfeindlichkeit von Seiten des Festland Bads mehr als angemessen fände. Ich habe – nach Absprache mit dem Flüchtlingsrat Hamburg – vorgeschlagen, dass das Festland einige Eintrittskarten für Flüchtlinge stiftet. Meine Bitte, dass sich die Badleiterin diesbezüglich bei mir zurückmeldet, wurde ignoriert.

Nachdem ich die Geschichte den anderen Schwimmtrainern meiner Triathlonabteilung, die neben mir im Festland tätig sind, geschrieben habe, damit sie Bescheid wissen, ist direkt eine ähnlich beschissene Geschichte zurück gekommen. Eine von ihnen hat gerade erst kürzlich erlebt, wie ein Bademeister (wohl ein anderer) dort ein schwules Pärchen, das einfach nur nebeneinander im Pool sass, zurechtgewiesen hat – offenbar einfach wegen Schwulheit.

Zweiter Nachtrag

Die Geschichte hat nun doch noch was Gutes. Ich hatte soeben ein längeres Telefonat mit jemandem aus der Bäderland-Geschäftsführung, die Sache wird dort sehr ernst genommen und soll geklärt werden. Um das zu unterstreichen, wird Bäderland drei volle Multicards (im Gegenwert von je etwa 20 Badeintritten) an drei Hamburger Flüchtlingsorganisationen spenden, die wir gemeinsam auswählen werden. Bezüglich der englischsprachigen Beschilderung im Festland bestand ebenfalls Einigkeit: Hätte man längst mal machen können (natürlich nicht nur im Festland). An dem Vorfall und dem, was er für den Betroffenen bedeutet, ändert das natürlich nichts, aber dennoch: 1a Geste, Bäderland.

Dritter Nachtrag

Ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft:

In dem gegen Sie eingeleiteten Ermittlungsverfahren wird Ihnen mitgeteilt, dass die öffentliche Klage mangels öffentlichen Interesses nicht erhoben wird.

Kommentare

  1. Reiner Rusch

    Saugut!

  2. Carom

    Sehr gut, dass Du hingeschaut und nicht nachgegeben hast – Danke! dafür.
    Wenn die Anzeige noch ein juristisches Nachspiel haben sollte, dann bitte einfach drüber bloggen und eine Kontoverbindung angeben zwecks Unterstützung.

  3. fujolan

    Danke deluxe. Fürs Aufschreiben. Fürs Eingreifen. Fürs Durchziehen und Dranbleiben.

  4. Wiesel

    Puh. Ich hätte mich wahrscheinlich ähnlich verhalten. Und dann, viel zu spät, wäre mir klar geworden, dass das eigentliche Opfer sicher über eine spontane und deutliche Unterstützung froh gewesen wäre. Man hätte gleich dafür sorgen müssen, dass er Zugang und einen Platz in der Sauna findet. Hätte, hätte. Ich weiß, nachher und von außen betrachtet ist man immer schlauer und mutiger. Danke fürs Aufschreiben.

  5. Otto W

    Krass.. enorm couragiert. Vorbildlich! Frage dennoch. Dieses asseckhafte Verhalten von dem Deutschvogel….lag das jetzt nur am Alk? Oder doch auch an der latent faschistoiden genetischen Disposition des/der Deutschen? Bei so pöbelnden Aggroturks geht Rassismus nämlich auch halalbereinigt ohne hochprozentigen Aufputsch.. da weiß nicht, ob das nicht auch irgendwie in den Eigenschaften begründet liegt (hier dann wahrscheinlich sozialisierungsbedingt…??)

    schauderhaft alles.. so oder so

Kommentare

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